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art and music

Oberberg - 12.04.2015

Hardrocker und Freimaurer

Jens Rusch zeigt altmeisterliche Werke

Aus seiner norddeutschen Heimatstadt Brunsbüttel hat Jens Rusch 40 Werke mitgebracht. Die Symbole der Freimaurer gehören zu seinen Motiven. (Foto: Hillenbach)
Von Arnd Gaudich

Doppelter Genuss: Kunst und Musik haben die Besucher des Nümbrechter „Hauses der Kunst“ am Samstag erlebt. Die dritte Auflage des Festivals „Art & Music“ startete mit der Vernissage des bildenden Künstlers Jens Rausch.

Doppelter Genuss: Kunst und Musik haben die Besucher des Nümbrechter „Hauses der Kunst“ am Samstag erlebt. Die dritte Auflage des Festivals „Art & Music“ startete mit der Vernissage des bildenden Künstlers Jens Rausch, später trat Sänger Alexander Knappe mit seinem Akustik-Trio auf. Bei zwei weiteren Abenden am 16. und 23. April gibt’s dann noch mal Ruschs Kunst und Musik bzw. Comedy im Doppelpack.

Aus seiner norddeutschen Heimatstadt Brunsbüttel hat Jens Rusch 40 Werke aus den vergangenen zehn Jahren mitgebracht, die zeigen, wie er sich sieht: unkonventionell, vielseitig und neugierig. Seine Bilder sind fast altmeisterlich gegenständlich, mit Zitaten bis zurück zu Leonardo da Vinci. Kritiker monieren, Rusch haben keinen eigenen Stil. „Das ist mir egal“, sagt der 65-Jährige: „Ich will immer wieder etwas Neues machen.“

Kleinformatige, traditionelle Stillleben in Öl, die Blumen oder einen Zollstock zeigen, hängen neben abgedrehten Partyszenen, die Rusch beim Hardrock-Festival im seinem Wohnort benachbarten Wacken festgehalten hat. Dazwischen schauen den Betrachter surreale Vogelmenschen an und langbeinige Käfer, die ein menschliches Konterfei auf dem Rücken tragen oder Insekten, die gleichsam ein Musikinstrument sind.

Rusch berichtet, dass er vor zwölf Jahren ein „ungeheures Tempo“ beim Malen entwickelt habe. Denn zu dieser Zeit war er an Krebs erkrankt. So griff er immer häufiger zum Pinsel – weil’s ihm gut tat und weil er wusste, dass seine Zeit begrenzt ist. Die kleinen Stillleben, nicht größer als ein Schreibmaschinenblatt, nennt er „Fingerübungen“: „Die müssen an einem Tag fertig sein, sonst fummelt man die kaputt.“

An seinen großformatigen Bildern arbeitet er mehrere Tage. Zu letzteren gehören zwei Werke, in denen Rusch die Freimaurerei aufgreift. Er ist selbst Freimaurer, gehört einer Loge in Hamburg an. Brüder aus der Gummersbacher Loge „Zur Oberbergischen Treue“ kamen auch zur Vernissage. Im Ölgemälde „Vanitas vanitatum“ spielt Rusch mit den Symbolen der Vergänglichkeit, die in der Symbolik der Freimaurerei eine Rolle spielen: ein Totenschädel, eine Sanduhr, eine abbrennende Kerze. Im zweiten Bild „Rosslyn Chapel“ hat Rusch die bekannte Templer-Kathedrale bei Edinburgh gemalt.

www.art-and-music.de

Programm

Die Ausstellung im Haus der Kunst (Jakob-Engels-Straße 2) ist im April geöffnet am 15. (15 bis 18 Uhr), 18. (13 bis 15 Uhr), 19. (14 bis 16 Uhr), 22. (16 bis 18 Uhr) und 24. (14 bis 16 Uhr). Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Karten für die Abende mit Fools Garden am 16. April, und Comedian Hennes Bender am 23. April kosten 16 Euro. (ag)

Artikel URL: http://www.rundschau-online.de/oberberg/hardrocker-und-freimaurer-jens-rusch-zeigt-altmeisterliche-werke,15185498,30408934.html
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