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In den Ewigen Osten eingegangen

 

Br. Wolfgang Bröll
*09.07.1913   †28.02.1989

Nach jahrelanger, mannhaft  ertragener Krankheit, trotzdem immer optimistisch, lebhaft und bis zuletzt am Logenleben aktiv teilnehmend, nahm der Allmächtige Baumeister aller Welten unserem Ehrenaufseher  Br. Wolf­gang Bröll im Jubiläumsjahr der Loge die irdishen Werkzeuge aus der Hand und rief ihn zu sich in das Licht des Ewigen Ostens.

Nach Kriegsdienst und russischer Gefangenschaft wurde Br. Bröll als Schriftsteller für verschiedene Zeitungen und Verlage tätig. Mit dem Aufkommen des Fernsehens wurde er unter dem Pseudonym Peter Wolick bekannt als Autor mehrerer Romane, Hörspiele, Kinder- und Jugendbücher, sowie als Übersetzer vieler nicht nur von Jugendlichen gern gesehener amerikanischer Fernsehreihen wie Lassie, Lieber Onkel Bill, Sprung aus den Wolken.

1951 suchte Br. Bröll Aufnahme in die Freimaurerloge und schrieb in sein Auf­nahmegesuch: »Der wichtigste Punkt meiner Lebensauffassung ist die Menschlichkeit, die Liebe: um Nächsten, wurzelnd in der Ethik; anderen durch mein Handeln und meine Taten Vorbild zu sein. Ich erwarte, daß mir die Loge eine Oase sei, eine Oase alles Edlen und Schönen, ein Ruheplatz, inmitten unseres seelenmordenden Zeit­alters.«

Sein Vermächtnis an uns ist das von ihm verfasste Gebet:

Ein Stern erhellt die Dunkelheit,
Die unser Herz  bedrückt,
Er bringt die Liebe unserer Welt,

Dem  Irdischen entrückt.

In dürren Ästen harft der Wind
Die Botschaft  in die Nacht,
Daß alle Menschen Brüder sind

Und einer für  uns wacht.

Du Nacht im Glanz des hellen Sternes,
Deck uns mit deiner Liebe zu!
Du Nacht im Glanz des großen Lichtes,

Schenk  uns den Frieden  und die Ruh'!

Daß Liebe, Glaube, Treue, Hoffnung,
Die Sehnsucht aller Menschen werde,
Das bitten wir mit heißem Herzen,

Und, schenk  den Frieden  unserer Erde!

Du großer Schöpfer aller Welten,
Führ' uns in eine neue Zeit.
Und gib uns Kraft, daß wir vollenden

Den großen Bau der Menschlichkeit!

Der Tod hat uns von unserem Bruder getrennt. Durch unsere Liebe bleiben wir ihm verbun­den, solange sein Andenken in uns lebendig ist.


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