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Loge "Zur Oberbergischen Treue"

Freimaurer, ein Teil unserer Gesellschaft!

In einer sich stetig säkularisierenden Gesellschaft werden verbindende Elemente immer wichtiger. Eines davon ist die Freimaurerei.

Seit ihrer Gründung vor fast 300 Jahren hat sich diese weltumspannende Organisation kontinuierlich dem Ideal einer durch Humanität verbundenen Gesellschaft verschrieben und ist diesem Grundsatz bis heute treu geblieben. Und so war und ist diese Tradition immer Basis für ihr intensives Engagement in Gesellschaft und Bildung.

Es wäre müßig alle sozialen und kulturellen Errungenschaften aufzuzählen, an denen Freimaurer mitgewirkt und dadurch ihre humanitäre Botschaft in die Welt getragen haben. Darunter befinden sich so bedeutende Manifeste wie die amerikanische Verfassung und einige der schönsten Werke der Musik, Architektur und bildenden Kunst.

Obwohl die Freimaurer im "Dritten Reich" verboten und enteignet wurde, ist es der Gummersbacher Loge dennoch gelungen nach diesem dunklen Kapitel ihre Arbeit wieder aufzunehmen und sich seitdem zunehmend der Gesellschaft zu öffnen. Dank seiner Struktur ist der Traditionsbund vor allem auf lokaler Ebene aktiv. So wie die "Loge zur Oberbergischen Treue", die sich mehr und vielfältiger denn je im sozialen und kulturellen Leben des Oberbergischen Landes engagiert.

Neben diversen Festveranstaltungen werden vor allem, wenn auch in unregelmäßigen Abständen, Gästeabende mit Vorträgen, Lesungen, Diskussionen und musikalischen Darbietungen der Öffentlichkeit angeboten.

So wurden in den letzten Jahren bei den öffentlichen Vorträgen unter anderem Themen wie "Film ist Lüge - 24 Mal in der Sekunde", "Mozart als Freimaurer", "Die Macht der Symbole", "Tibet und die Menschenrechte", "Medien und ihr Wirkung", "Leben und Wirken des schottischen Nationaldichters Robert Burns", "Homer wird Steinmetz" und "Was sind uns Werte wert - Frage eines Theologen an die Wirtschaft" vorgestellt und mit den Gästen diskutiert.

Auch Autoren-Lesungen wie zum Beispiel jene mit Max Schautzer ("Die Alten in den Medien") und Susi Boxberg ("Von Köln zum Kap der guten Hoffnung") haben großen Anklang gefunden. Und im musikalischen Bereich haben wir u.a. den "Obertongesang" und die "Schamanische Trommelreise" einem interessierten Publikum näher bringen können.

Neben den vielfältigen Aktivitäten gehört aber auch das Thema "soziale Integration" seit je her zu den erklärten Zielen aller Freimaurer. Und so sollte es einen nicht wundern, dass dies in den Logen nicht nur diskutiert, sondern vor allem auch gelebt wird.

Nicht von ungefähr ist zum Beispiel der amtierende "Altstuhlmeister" der Oberbergischen Loge nicht nur ein erfolgreiches und geschätztes Mitglied unserer Gesellschaft, sondern auch gebürtiger Türke. Aber auch andere Nationalitäten und Kulturen finden hier eine Seelen-Heimat. Für Freimaurer weniger Widerspruch als Normalität. Denn seit je her war die Vereinigung der Freimaurer frei von konfessioneller, politischer und nationaler Gesinnung.

Und so hat die Freimaurerei als einer der letzten Initiationsbünde bis heute eine wichtige und erhaltenswerte Funktion in der Gesellschaft, in dem alle Konventionen überschreitend eine generationsübergreifende Plattform für den gesellschaftlichen Diskurs bietet.